Leipzig, 05.02.2026 (lifePR) – Unsichtbare Schwachstellen in der Gebäudehülle zählen zu den größten Energiefressern – bleiben aber oft jahrelang unbemerkt. Gerade in Leipzig mit seinem umfangreichen Altbaubestand aus der Gründerzeit schlummern in vielen Fassaden, Dächern und Fensteranschlüssen erhebliche Einsparpotenziale. Eine professionelle Thermografie macht diese Wärmeverluste sichtbar und schafft die Grundlage für gezielte Sanierungsentscheidungen.

So funktioniert die Thermografie

Bei der Thermografie erfasst eine Infrarotkamera die Wärmestrahlung von Oberflächen und stellt Temperaturunterschiede als Farbbild dar. Warme Bereiche erscheinen in Gelb- und Rottönen, kühle Flächen in Blau oder Violett. Im Gebäudebereich zeigt dieses Verfahren, wo unnötig Energie verloren geht: undichte Fensteranschlüsse, mangelhafte Dämmung, Wärmebrücken an Rollladenkästen oder verrutschte Dämmmatten in Dachschrägen werden so punktgenau lokalisiert – häufig ohne Bauteile öffnen zu müssen.

Wann lohnt sich eine Thermografie?

Besonders sinnvoll ist die Untersuchung bei Bestandsgebäuden vor einer geplanten Sanierung. Typische Anwendungsfälle sind die Suche nach Wärmebrücken, die Überprüfung von Fenstern und Dachflächen, die Leckortung bei Fußbodenheizungen oder die Abklärung von Schimmelursachen. Auch im Neubau spielt die Thermografie eine wichtige Rolle zur Qualitätssicherung – idealerweise kombiniert mit einem Blower-Door-Test, um Luftundichtheiten frühzeitig zu erkennen.

„Eine Thermografie zeigt Wärmeverluste auf und legt damit das Fundament für jede sinnvolle Sanierung. Gerade bei älteren Gebäuden, wie sie in Leipzig häufig anzutreffen sind, lassen sich so versteckte Schwachstellen identifizieren, bevor unnötig Geld in falsche Maßnahmen fließt", erklärt Cyran Heid, Geschäftsführer der Heid Energieberatung.

Voraussetzungen für aussagekräftige Ergebnisse

Damit die Aufnahmen verwertbar sind, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Zwischen Innen- und Außentemperatur sollte eine Differenz von mindestens 15 Grad Celsius bestehen. Das Gebäude muss gleichmäßig beheizt sein, bei Massivbauten ist ein längerer Vorlauf erforderlich. Idealerweise finden die Aufnahmen in den frühen Morgenstunden statt, bei trockenem Wetter ohne vorherigen Niederschlag und ohne direkte Sonneneinstrahlung auf die zu untersuchenden Flächen.

Für ein vollständiges Bild des energetischen Zustands empfiehlt sich die Kombination aus Außen- und Innenthermografie. Während Außenaufnahmen einen ersten Überblick über Fassade, Dach und Fenster liefern, ermöglicht die Innenthermografie detaillierte Analysen etwa bei Feuchtigkeitsverdacht oder zur Überprüfung von Dachflächenfenstern.

Die Ergebnisse einer Thermografie lassen sich in einen individuellen Sanierungsfahrplan integrieren. Thermografien können im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst werden – besonders wirtschaftlich ist die Kombination mit einer umfassenden Energieberatung. Für Eigentümer in Leipzig bietet sich damit eine ideale Möglichkeit, den energetischen Zustand ihrer Immobilie professionell analysieren zu lassen und Sanierungsmaßnahmen von Anfang an richtig zu planen.