Rottenburg-Hailfingen, 19.02.2026 (PresseBox) – Ob Stahlkonstruktion im Außenbereich, Maschinengehäuse oder hochwertige Aluminiumbauteile: Ohne zuverlässigen Korrosionsschutz sind metallische Komponenten früher oder später gefährdet. Besonders bei industriellen Anwendungen kann das gravierende Folgen haben: Rost schwächt das Material, beeinträchtigt die Optik und verursacht hohe Instandhaltungskosten.
Umso wichtiger ist ein durchdachtes Beschichtungssystem, das auf Werkstoff, Einsatzumgebung und gewünschte Schutzdauer abgestimmt ist.
Die Stoz GmbH ist seit nahezu 100 Jahren Partner für präzise Nasslackierungen und berät Kunden von der Auswahl des geeigneten Lacksystems bis zur fachgerechten Umsetzung.
Wie Korrosion bei Stahl und Aluminium entsteht
Korrosion beschreibt den Angriff von Metall durch Umwelteinflüsse, meist in Form von Feuchtigkeit, Sauerstoff oder chemischen Substanzen.
Bei Stahl führt dieser Prozess schnell zu sichtbarem Rost. Dabei entsteht eine poröse Eisenoxidschicht, die das Bauteil schwächt und sich nicht selbstständig stabilisiert. Ohne zusätzlichen Schutz schreitet die Korrosion weiter fort.
Aluminium bildet dagegen eine natürliche Oxidschicht, die zunächst eine gewisse Schutzwirkung besitzt. Unter ungünstigen Bedingungen, etwa bei salzhaltiger Luft oder Kontakt mit anderen Metallen, kann jedoch auch Aluminium korrodieren.
In beiden Fällen gilt: Ohne geeignete Beschichtung verlieren Bauteile an Lebensdauer, Funktionalität und Wertbeständigkeit.
Passiver und aktiver Korrosionsschutz durch Lackierung
Korrosionsschutz durch Beschichtung basiert auf zwei grundlegenden Prinzipien:
1. Passiver Schutz: Die Barrierewirkung
Hier steht die abschirmende Wirkung des Lackfilms im Vordergrund. Die Beschichtung trennt das Metall von Feuchtigkeit, Sauerstoff und Chemikalien.
Je dichter und gleichmäßiger der Film, desto wirksamer ist der Schutz. Nasslacke bieten dabei große Flexibilität in Schichtdicke, Farbe und Glanzgrad. Das ist ideal für funktionale und optische Anforderungen.
2. Aktiver Schutz: Schutz durch Opferschicht
Beim aktiven Korrosionsschutz wirken spezielle Grundierungen, beispielsweise auf Zinkbasis, elektrochemisch. Sie „opfern“ sich selbst, bevor der Stahl angegriffen wird. So bleibt das darunterliegende Bauteil geschützt.
Welche Lacksysteme kommen zum Einsatz?
Je nach Anwendung werden unterschiedliche Lacksysteme eingesetzt.
Epoxidharz-Lacke bieten eine sehr gute Haftung und chemische Beständigkeit. Durch ihre dichte, gut vernetzte Struktur erzeugen sie eine hohe Barrierewirkung. Sie sind sowohl als rein passive Systeme als auch als aktive Zinklacke erhältlich. Allerdings sind Epoxidharze nicht UV-stabil, weshalb sie sich für dauerhafte Außenanwendungen nur eingeschränkt eignen.
Polyurethan-Decklacke sind UV-beständig, abriebfest und langlebig. Sie eignen sich besonders für Bauteile im Außenbereich oder mit hohen optischen Anforderungen.
In der Praxis werden häufig Mehrschichtsysteme eingesetzt, etwa eine Kombination aus Epoxidharz-Grundierung und Polyurethan-Decklack. So lassen sich die Vorteile beider Systeme optimal verbinden.
Warum Nasslackierung?
Bei der Stoz GmbH kommen gezielt Nasslacke zum Einsatz. Sie passen sich hervorragend an komplexe Geometrien an, ermöglichen feine Oberflächen und lassen sich individuell auf Kundenanforderungen abstimmen, sowohl bei Einzelstücken als auch in der Serienlackierung.
Entscheidend für einen langlebigen Korrosionsschutz ist nicht nur der Lack selbst, sondern das Zusammenspiel aus Material, Umgebung und Beschichtungssystem. Eine fundierte Beratung und fachgerechte Umsetzung sorgen dafür, dass Stahl- und Aluminiumbauteile dauerhaft geschützt bleiben.