Potsdam, 15.06.2026 (lifePR) – Die Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK) unterstützt das Ziel, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Planungs- sowie Genehmigungsprozesse zu beschleunigen. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Wohnungsbau sind zusätzliche Impulse für Investitionen und eine stärkere Mobilisierung von Bauland sinnvoll.

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion über die Absenkung von Standards weist die BBIK jedoch darauf hin, dass hohe Baukosten nicht allein auf technische Anforderungen zurückzuführen sind. Wesentliche Einflussfaktoren sind unter anderem Grundstückspreise, Finanzierungskosten, lange Verfahrensdauern sowie gestiegene Material- und Personalkosten.

„Bezahlbares Bauen braucht intelligente Vereinfachungen – nicht den Abbau von Qualität. Wer heute an den falschen Stellen spart, zahlt morgen doppelt. Sicherheit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit sind keine verzichtbaren Standards, sondern die Grundlage für wirtschaftliches und zukunftsfähiges Bauen“, erklärt die Brandenburgischen Ingenieurkammer.

Auch der Gebäudetyp E kann nach Auffassung der BBIK einen Beitrag zur Kostenreduzierung leisten, wenn er Planungs- und Ausführungsspielräume erweitert und auf verzichtbare Komfortstandards abzielt. Sicherheitsrelevante Anforderungen sowie bewährte Qualitätsstandards dürfen dabei jedoch nicht infrage gestellt werden.

Die BBIK spricht sich daher für eine differenzierte Betrachtung der Baukosten aus. Ziel müsse es sein, Verfahren zu vereinfachen und unnötige Bürokratie abzubauen, ohne die langfristige Qualität und Werthaltigkeit des Gebäudebestands zu gefährden. Bund, Länder und Kommunen seien gleichermaßen gefordert, die Rahmenbedingungen für mehr Wohnungsbau zu verbessern und dabei Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Bauqualität in Einklang zu bringen.