Bietigheim-Bissingen, 05.09.2026 (PresseBox) – Gesteuerter Zugang ist im deutschen Sicherheitsmarkt der Bereich mit dem stärksten Zuwachs. Laut einer am 23. Juni 2026 veröffentlichten Marktauswertung des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie und des Bundesverbands Sicherheitstechnik setzte die Branche im Jahr 2025 insgesamt 5,74 Milliarden Euro um, ein Plus von 3,9 Prozent. Für Grundstücke bedeutet das vor allem eine andere Torbedienung, wie sie der Ratgeber zum elektronischen Toröffner mit motorisierter Verriegelung beschreibt. Betroffen sind Errichterbetriebe, Hersteller und private Bauherren gleichermaßen.

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Zutrittssteuerungssysteme wuchsen im Jahr 2025 um 6,1 Prozent auf 541 Millionen Euro und damit deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Überfall- und Einbruchmeldeanlagen kamen im selben Zeitraum auf 942 Millionen Euro, ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Nach Angaben der beiden Verbände bleibt dieses Ergebnis unter dem Marktdurchschnitt.

Zutritt und Einbruchmeldung lösen unterschiedliche Aufgaben. Eine Meldeanlage schlägt an, wenn jemand bereits eingedrungen ist. Ein Zutrittssystem entscheidet vorher, wer überhaupt hineinkommt, und protokolliert jeden Vorgang. Der schnellere Zuwachs im Zutrittssegment deutet darauf hin, dass Betreiber zunehmend an der ersten Stelle ansetzen.

Was die Zahlen für Zufahrten auf Privatgrundstücken bedeuten

Grundstückszufahrten sind der Ort, an dem private Bauherren dieser Technik zuerst begegnen. Funkempfänger, Codetaster, Transponder und Fingerabdruckleser gehören technisch in dasselbe Feld wie die Zutrittstechnik in Bürogebäuden, nur in kleinerer Ausführung. Der Unterschied liegt weniger in der Elektronik als in der Mechanik dahinter, weil ein Torflügel andere Kräfte und andere Wetterlasten aushalten muss als eine Bürotür.

„Ein Tor, das sich per Code öffnet, ist noch keine Zutrittssteuerung. Erst wenn nachvollziehbar bleibt, wer wann geöffnet hat, entsteht daraus wirklich ein Sicherheitsgewinn“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wie sich die Gewerke des Marktes im Einzelnen entwickelt haben

Nach Gewerken getrennt zeigt die Auswertung ein Wachstum auf breiter Front, aber mit deutlich unterschiedlichem Tempo. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf den Umsatz des Jahres 2025 im Vergleich zu 2024.

  • Brandmeldetechnik: 2,7 Milliarden Euro, ein Plus von 3,9 Prozent und damit das größte Gewerk.
  • Überfall- und Einbruchmeldeanlagen: 942 Millionen Euro, ein Plus von 2,4 Prozent.
  • Videosicherheitstechnik: 870 Millionen Euro, ein Plus von 6,1 Prozent.
  • Zutrittssteuerungssysteme: 541 Millionen Euro, ein Plus von 6,1 Prozent.
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen samt natürlicher Lüftung: 182 Millionen Euro, ein Plus von 2,8 Prozent.

Vernetzung ist der Punkt, an dem sich die beiden schnellsten Gewerke berühren: Videotechnik und Zutritt laufen zunehmend über dieselbe Steuerung. Für Hofeinfahrten beschreibt der Beitrag zum Hoftor-Antrieb mit Anbindung an Smarthome-Systeme die dafür üblichen Schnittstellen. Eine gemeinsame Steuerung erspart zwar Bedienwege, verlangt aber eine sorgfältige Vergabe der Zugriffsrechte.

Wodurch eine Zufahrtssteuerung im Alltag belastbar wird

Belastbar wird eine Zufahrtssteuerung erst durch drei Eigenschaften: eine Öffnungshistorie, eine geordnete Verwaltung der Berechtigungen und eine mechanische Verriegelung, die auch ohne Strom hält. Fehlt die Verriegelung, lässt sich ein motorisiertes Tor häufig aufschieben, ohne dass eine Meldung entsteht. Fehlt die Rechteverwaltung, bleibt ein verlorener Handsender auf unbestimmte Zeit gültig.

Die Nachfrage nach gesteuerter Zufahrt bewegt sich im September 2026 damit in einem Teilmarkt, der schneller wächst als die Sicherheitstechnik insgesamt. Die Auswertung der beiden Verbände zeigt zugleich, dass der Zuwachs von den kleineren Gewerken getragen wird und nicht vom größten.