Bietigheim-Bissingen, 09.09.2026 (PresseBox) – Eine Tonne Holzpellets kostet in Deutschland im August 2026 durchschnittlich 427,72 Euro. Nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) gilt dieser Wert für eine Abnahmemenge von 6 Tonnen, lose geliefert und einschließlich Mehrwertsteuer. Gegenüber dem Vormonat ist der Preis damit um rund 10 Prozent gestiegen; veröffentlicht wurde die Zahl am 17. August 2026. Wer die Heizsaison mit einem größeren Vorrat beginnt, entscheidet zugleich über den Lagerort – welche Rolle Belüftung und Restfeuchte dabei spielen, ordnet die Darstellung zur Geruchsbildung bei gelagerten Holzpellets ein.

Wie sich der Pelletpreis im Jahresverlauf 2026 bewegt hat

Der Jahresverlauf 2026 zeigt eine ausgeprägte Sommerdelle und einen scharfen Anstieg zum Saisonbeginn. Laut der Preisreihe des Deutschen Pelletinstituts, die seit 2011 monatlich fortgeschrieben wird, lagen die Bundesdurchschnitte bei 6 Tonnen Abnahme im laufenden Jahr so:

  • Januar 405,33 Euro je Tonne, Februar 422,73 Euro je Tonne
  • März 419,20 Euro je Tonne, April 405,11 Euro je Tonne
  • Mai 388,09 Euro je Tonne, Juni 376,77 Euro je Tonne
  • Juli 388,09 Euro je Tonne, August 427,72 Euro je Tonne

Der August ist damit der teuerste Monat des bisherigen Jahres. Im August 2025 lag der Bundesdurchschnitt derselben Reihe bei 310,82 Euro je Tonne. Erhoben wird der Wert für lose Ware der Qualitätsklasse ENplus A1 bei Lieferung im Umkreis von 50 Kilometern, jeweils bis zum 15. eines Monats.

Woran die Verknappung des Rohstoffs hängt

Die Ursache liegt nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts nicht im Wärmemarkt, sondern im Sägewerk. Bei schwacher Baukonjunktur wird weniger Rundholz eingeschnitten, und es fallen weniger Sägespäne an – genau der Reststoff, aus dem Pellets gepresst werden.

Laut der Quartalsmeldung des Instituts vom 30. Juli 2026 stellte Sägerestholz im zweiten Quartal 2026 einen Anteil von 93,1 Prozent der eingesetzten Ausgangsstoffe. Produziert wurden in diesem Quartal rund 1.034.000 Tonnen Pellets in Deutschland, davon gingen 10,1 Prozent in den Export und 25,5 Prozent in Sackware.

Was der Abstand zu Heizöl und Erdgas für die Heizsaison bedeutet

Der Preissprung ändert die Rangfolge der Brennstoffe nicht. Laut dem Deutschen Pelletinstitut liegt der Kostenvorteil von Pellets gegenüber Heizöl im August 2026 bei rund 35 Prozent und gegenüber Erdgas bei etwa 24 Prozent. Im Durchschnitt seit 2015 waren Pellets nach denselben Angaben rund 25 Prozent günstiger als Heizöl und fast 31 Prozent günstiger als Erdgas – der aktuelle Abstand liegt also über dem langjährigen Mittel.

Regional fällt der Tonnenpreis unterschiedlich aus: 429,45 Euro in Süddeutschland, 422,97 Euro in Mitteldeutschland und 419,19 Euro in Nord- und Ostdeutschland. Bei einer Abnahme von 26 Tonnen sinkt der Preis je Tonne auf 415,42 Euro im Süden, 406,34 Euro im Norden und Osten sowie 402,32 Euro in der Mitte.

„Ein Preissprung von zehn Prozent in einem Monat wirkt dramatisch, sagt über die Wirtschaftlichkeit einer Pelletheizung aber wenig aus. Entscheidend ist der Abstand zu Öl und Gas über eine ganze Heizperiode, und der ist derzeit größer als im langjährigen Mittel“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Welche Rolle die Bauart des Ofens für den Brennstoffbedarf spielt

Der Brennstoffbedarf eines Pelletofens hängt nicht allein am Einkaufspreis, sondern an Aufstellort, Luftführung und Regelung. In dichten Gebäudehüllen kommt es darauf an, woher der Ofen seine Verbrennungsluft bezieht: Eine raumluftunabhängige Bauart zieht sie über eine eigene Leitung von außen an, statt sie dem Aufstellraum zu entnehmen. Welche Anschlusssituationen dafür in Frage kommen, beschreibt die Einordnung zu Pelletöfen mit eigener Verbrennungsluftleitung.

Ein zweiter Hebel liegt im Betrieb selbst. Häufige Startvorgänge kosten mehr Brennstoff als ein gleichmäßiger Lauf auf kleiner Stufe, weil jede Zündung Energie für das Anheizen der Brennkammer verbraucht.

Wann die nächsten Preisdaten für Holzpellets vorliegen

Der Erhebungszeitraum des Instituts endet am 15. jedes Monats, der Wert für September 2026 wird entsprechend um den 17. September erwartet. Die nächste Quartalsmeldung zur deutschen Pelletproduktion folgt voraussichtlich Ende Oktober 2026 und wird zeigen, ob sich das Angebot an Sägespänen im dritten Quartal erholt hat. Für Haushalte mit Pelletofen heißt das für den Herbst 2026: Der Vergleich lohnt sich monatsweise, und größere Abnahmemengen senken den Tonnenpreis spürbar.