Rheinstetten, 05.10.2026 (PresseBox) – Soll ein Bestandsgebäude zur Kindertagesstätte umgebaut werden, geraten die Türen früh in den Fokus: Neben Funktionen wie Schallschutz sollen neue Türen insbesondere die Vorgaben der DGUV Regel 102-602, zur Verhinderung von Unfällen an Scherstellen von Türen, erfüllen.
Zugegebenermaßen besteht die Möglichkeit die bestehenden alten Türen mit Fingerschutz-Rollos oder Profilen zu ergänzen – allerdings würde dies den heutigen Anforderungen an moderne Türen in Kindertagesstätten nicht gerecht werden. Allerdings, Stahlzargen herauszureißen ist zeitaufwändig, kostenintensiv und zieht viele Gewerke nach sich. Holzzargen, falls historisch sind oftmals zu schade, um sie aus dem Baukörper zu entfernen.
Die Herausforderung besteht also darin, mit möglichst geringem Aufwand zeitgemäße Fingerschutztüren zu liefern und einzubauen, ohne die Bausubstanz im Türbereich des Altbaus anzugreifen. Gefragt sind nachhaltige Lösungen, mit überschaubaren Investitionskosten und möglichst geringen Unterhaltskosten, um die Kassen der Kommunen zu entlasten. Küffner bietet für die Kombination mit Fingerschutztüren für alle genannten Sanierungsszenarien Renovierungszargen, die nachträglich mit vorhandenen Zargen kombiniert und eingebaut werden können. Umfassend, als Eckzarge für alte Stahlzargen oder auch für historische Holzzargen.
Bei der Entwicklung aller Zargenvarianten wurde besonders darauf geachtet den vorhandenen lichten Durchgang der bestehenden Zarge so wenig wie möglich zu reduzieren, denn jeder Millimeter zählt in der späteren Nutzung. Des Weiteren wurden neue Montagetechniken und
Materialien berücksichtig, um Zeit und Kosten zu reduzieren.
Drei Renovierungszargen für die Sanierung und Modernisierung
Die Aluminiumzarge Typ RENOFI ist eine zweischalige Renovierungs-Umfassungszarge für den nachträglichen Einbau in Trockenmontage. Es wird weder Montageschaum, noch Zementmörtel benötigt. Die Zarge umfasst mit Falz- und Verkleidteil die komplette Stahlzarge. Die Verringerung des lichten Durchgangs beträgt 40mm. Die Kombination der eloxierten oder pulverbeschichteten Renovierungszarge mit der Original-Fingerschutztür erfüllt sämtliche Anforderungen an sichere und zeitgemäße Türen für Kindertagesstätten.
Mit der Aluminium-Eckzarge Typ EFI bietet Küffner ein weiteres, einteiliges Zargenprofil für die falzseitige Ertüchtigung einer vorhandenen Stahlzarge und für die kostengünstige Sanierung mit Fingerschutztüren. Das leichte Profil wird in einer Kombination von Spritzverklotzung und Verschraubung mit minimalem Aufwand montiert und mit der alten Stahlzarge verbunden. Der lichte Durchgang wird lediglich minimal um 8mm reduziert.
Für den Erhalt von historischen, meist massiven Vollholzzargen und für die Modernisierung oder Umnutzung von Gebäuden zu Kindertagesstätten hat Küffner eine spezielle Eckzarge Typ RFI entwickelt. Mit dieser ebenfalls einteiligen Aluminiumzarge werden die verschiedensten Falzausbildungen und Profilformen von Holzzargen, auch ohne bisherige Falzdichtungen, abgedeckt und kostengünstig zu vollwertigen Fingerschutzzargen und -türen umgebaut. Die Einschränkung des lichten Durchgangs beträgt bei dieser Zarge wenige 18mm. Sie kann ebenso auch über vorhandene Stahlzargen montiert werden.
Bewährter Fingerschutz an Band- und Schlosskante
Sämtliche Renovierungszargen werden in Kombination mit Fingerschutztürblättern FST42 (bis Rw,P 37dB) oder FST 70 (mit Rw,P 42dB) zu vollwertigen Fingerschutzelementen und damit zu sicheren Türen für Kindertagesstätten und Schulen. Sowohl die Bandkante als auch die Schlosskante besitzt integrierte Knautschzonen. Die nachgiebigen Fingerschutzprofile dienen als Dämpfungsprofil beim Aufschlag der Türkanten auf die Zarge, als auch auf die Falzdichtung zur Vermeidung von Verletzungen von Kinderfingern und Händen.
Emissionsprüfung von Fingerschutztüren gemäß Vorgabe DGNB für zertifizierte Gebäudetypen
Für eine zeitgemäße Zertifizierung von Kindertagesstätten, Schulen und Pflegebauten, durch die Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB-System International, Kriterienkatalog Gebäude Neubau 2023, ENV1.2) hat Küffner seine Konstruktion der Fingerschutztüren mit HPL- und furnierten Oberflächen speziellen Emissionsprüfungen unterzogen.
Dabei wurden die neuesten Anforderungen der DE-UZ 176 (Prüfkriterien „Emissionsarme Bodenbeläge, Paneele und Türen aus Holz und Holzwerkstoffen für Innenräume“ – Ausgabe 01/2026) berücksichtigt und erfüllt.
Darüber hinaus erfüllen die Türen standardmäßig die Beanspruchungsgruppe 4 EXTREM nach DIN EN 1192 sowie Klimaklasse 2 bzw. Prüfklima b nach DIN EN 1121 und DIN EN 12219.
Planungsunterstützung
Mit der Erweiterung der Fingerschutzzargen um spezielle Renovierungslösungen, zur Sanierung oder Umnutzung von Gebäuden zu Kindertagesstätten, entsteht ein zeitgemäßer Schutz vor Verletzungen von Kinderfingern an Band- und Schlosskante, ohne dass die vorhandenen Zargen ausgebaut werden müssen – zur Verringerung von Baukosten und
Verkürzung der Bauzeiten. Für alle Zargenvarianten und Wandanschlüsse stehen Zeichnungen im DWG-, DXF- und PDF-Format, Ausschreibungstexte und Montageanleitungen zum Download auf der website von Küffner bereit. Weitere Informationen sowie Broschüren und CAD-Daten unter Küffner Aluminiumzargen – Türen & Zargen vom Hersteller.