Berlin, 29.10.2026 (lifePR) – Neue Umfrage von ring: Obwohl sich 82 Prozent zu Hause sicher fühlen, sagen nur 8,5 Prozent, dass sie ausreichend vorgesorgt haben. Bei den 18- bis 24-Jährigen rechnen nur 8 Prozent mit einem Einbruch in unter einer Minute.
Seit der Zeitumstellung am vergangenen Wochenende wird es früher dunkel, und mit der Dämmerung beginnt die Jahreszeit, in der Einbrecher besonders gern zuschlagen. Wie gut sind die Deutschen darauf vorbereitet? Eine repräsentative Umfrage von ring, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov, zeigt: Das Sicherheitsgefühl ist hoch, die Vorsorge gering – und die Geschwindigkeit, mit der Einbrecher vorgehen, wird von den meisten unterschätzt.
8,5 % | sagen, ausreichend gegen Einbruch vorgesorgt zu haben
22 % | ahnen: Einbrecher sind in unter einer Minute drin
8 % |der 18- bis 24 Jähri-gen rechnen mit unter einer Minute
82 % | fühlen sich in den dunklen Monaten zu Hause sicher
Nur jeder Zwölfte hat ausreichend vorgesorgt
Zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit klafft eine Lücke: Die meisten Deutschen fühlen sich in den eigenen vier Wänden gut geschützt, konkrete Vorsorge ist dagegen die Ausnahme – und das ausgerechnet jetzt, wo es früher dunkel wird. Das Ergebnis der Befragung:
- 82 Prozent fühlen sich in den dunkleren Herbst- und Wintermonaten in den eigenen vier Wänden sicher oder sehr sicher. Nur 3 Prozent fühlen sich unsicher.
- Nur 8,5 Prozent – also jeder Zwölfte – sagen, ausreichend gegen Einbruch vorgesorgt zu haben. Weitere 22 Prozent haben vorgesorgt, „könnten aber noch mehr tun“.
- 63 Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten keine konkreten Maßnahmen ergriffen, um ihr Zuhause besser zu sichern. 14 Prozent planen es, 18 Prozent haben es getan.
- Als Grund für fehlenden Einbruchsschutz sagen 23 Prozent, bei ihnen gebe es „eh nichts zu holen“. 21 Prozent denken nicht oft darüber nach, 9 Prozent vertrauen auf ihre Nachbarschaft.
„Viele glauben, ihr Zuhause sei ‚nicht interessant genug‘. Das ist ein großer Irrtum: Einbrecher wählen selten gezielt aus, sie suchen die einfachsten Ziele. Auf die Nachbarn zu setzen, kann funktionieren, muss aber nicht, denn Einbrecher wissen, dass Nachbarn nicht permanent kontrollieren.“
– Dave Ward, Managing Director International bei ring
Nur jeder Fünfte ahnt: Einbrecher sind in unter einer Minute drin
Auf die Frage, wie lange ein Einbrecher durchschnittlich braucht, um in ein Haus zu gelangen, tippt nur jeder Fünfte (22 Prozent) auf unter eine Minute. 44 Prozent rechnen mit ein bis drei Minuten, 17 Prozent mit vier bis sechs Minuten, 7 Prozent mit mehr als sechs.
Besonders groß ist die Unterschätzung bei den Jüngsten: Unter den 18- bis 24-Jährigen rechnen nur 8 Prozent mit einem Einbruch in unter einer Minute, bei den 45- bis 54-Jährigen sind es 31 Prozent. Die Jüngsten tippen stattdessen häufiger auf vier Minuten und mehr (35 Prozent gegenüber 23 Prozent im Schnitt aller Befragten).
„Bei einem schlecht gesicherten Fenster oder einer einfachen Tür war ich oft in wenigen Sekunden drin. Selbst eine Minute ist verdammt lang, wenn man weiß, wo man ansetzen muss. Die meisten denken bei einem Einbruch an Werkzeug und Lärm. Tatsächlich reichen oft ein unbeobachteter Moment und ein Schlag gegen die Scheibe.“
– Hermann Wenning, Ex-Einbrecher und Autor
Sichtbarkeit schreckt ab – das sehen viele so
Einbrecher scheuen Aufwand und Aufmerksamkeit: Je sichtbarer ein Haus gesichert ist, desto unattraktiver wird es als Ziel. Das trauen auch viele Befragte sichtbarer Sicherheitstechnik zu. Die Skepsis ist gering, und ein Teil der Deutschen setzt bereits darauf oder hat es vor.
Wenige zweifeln an sichtbarer Sicherheitstechnik: Nur 10 Prozent glauben, dass Kameras, Video-Türklingeln oder Flutlicht Einbrecher kaum oder gar nicht abschrecken. 22 Prozent besitzen bereits eine smarte Kamera oder Video-Türklingel, weitere 16 Prozent planen die Anschaffung.
„Einbrecher wollen keine Zuschauer. Sobald ein Haus Aufmerksamkeit erzeugt, durch Licht, eine sichtbare Kamera oder das Gefühl, dass jemand da ist, kippt für sie die Rechnung. Das sind keine großen Investitionen, aber der Unterschied zwischen Gelegenheit und Risiko.“
– Hermann Wenning, Ex-Einbrecher und Autor
„Moderne Sicherheit hat nichts mit Angst zu tun. Es geht darum, Kontrolle zu haben, auch unterwegs. Ich kenne das selbst als Vater: Man will einfach sicher sein, dass zuhause alles ruhig ist.“
– Dave Ward, Managing Director International bei ring
Vier Tipps für die dunkle Jahreszeit
Für mehr Sicherheit braucht es keine große Investition. Vier einfache Hebel sorgen dafür, dass ein Haus auch bei Abwesenheit bewohnt wirkt und Einbrecher abgeschreckt werden:
- Licht ist die beste Anwesenheitsanzeige: Bewegungslicht am Eingang und Lampen, die sich zeitgesteuert oder per Routine einschalten, lassen ein Haus bewohnt wirken.
- Türen und Fenster wirklich schließen: Gekippt ist nicht gesichert.
- Keine Spuren von Abwesenheit: Briefkasten leeren lassen, Paketzustellung pausieren, Rollläden nicht dauerhaft unten lassen.
- Sichtbar sichern: Eine gut sichtbare Kamera oder Video-Türklingel signalisiert, dass sich hier jemand kümmert.
Über die Studie
Online-Befragung unter Mitgliedern des YouGov Panels. Im Zeitraum vom 5. bis 7. Oktober 2026 wurden 2.017 Personen befragt (18- bis 24-Jährige: 173 Befragte). Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und anschließend gewichtet.
Verwendung der Studie nur unter Quellenangabe: (repräsentative) Umfrage von ring, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov.