Düsseldorf, 04.11.2026 (PresseBox) –
- Die Forschungsvereinigung Feuerverzinken feiert ihr 75-jähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Historie der Gemeinschaftsforschung zurück
- Das Jubiläum bildet den Rahmen für das diesjährige Forschungskolloquium in Düsseldorf
- Die Fachbeiträge umfassen ein breites Spektrum von innovativen Bauanwendungen und neuen Verbindungstechniken bis hin zur Kreislaufwirtschaft
Am 3. und 4. November 2026 versammelte sich die Branche im Maritim Hotel Düsseldorf zum Forschungskolloquium Feuerverzinken.
Unter dem Leitthema „75 Jahre Forschung für den Mittelstand: Gestern – Heute – Morgen“ kamen Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Anwenderseite zusammen, um sich auszutauschen und 75-jähriges Bestehen der Forschungsvereinigung Feuerverzinken zu feiern.
Die wirtschaftliche Relevanz der behandelten Themen blieb dabei auch der Landespolitik nicht verborgen. Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, gratulierte zum Jubiläum und unterstrich die Bedeutung der Branche: „Feuerverzinken, das ist Mittelstand at it’s best. Das ist ehrliche, harte und immer wieder innovative Arbeit. Hier verbindet sich Innovation mit Zukunft. Wir brauchen Branchen wie Ihre, die sich aus eigenem Antrieb stetig neu erfinden und weiterentwickeln, die anpacken, auch wenn es schwierig wird und die den Blick stets nach vorne richten.“
Vom ersten Fachausschuss zum modernen Forschungsnetzwerk
Die Wurzeln der heutigen Forschungsvereinigung reichen bis ins Jahr 1951 zurück. Damals ergriff Dr. Rold Haarmann die Initiative, um die technisch-wissenschaftliche Gemeinschaftsarbeit innerhalb der Verzinkungsindustrie zu bündeln. Das Ergebnis war die Gründung des Gemeinschaftsausschusses Verzinken (GAV).
Daraus ist über die Jahrzehnte ein starkes Netzwerk und eine unverzichtbare Institution für die gesamte Branche gewachsen. Die Aufgaben passten sich stetig an neue Anforderungen an: von der anwendungstechnischen Gemeinschaftsentwicklung bis hin zur Mitarbeit in nationalen und internationalen Normungsgremien. Im Jahr 2025 ging aus dem GAV schließlich die heutige Forschungsvereinigung Feuerverzinken hervor. Sie wird von namhaften Trägerorganisationen gestützt, über die insgesamt 115 Unternehmen aktiv in die Forschungsarbeit eingebunden sind.
Neue Potenziale für Infrastruktur und Bauwesen
Ein solches Jubiläum bietet den idealen Rahmen, um auf das Erreichte zurückzublicken und gleichzeitig den Fokus auf die Zukunft zu richten. Genau das wurde beim diesjährigen Forschungskolloquium getan. Stefan Neese, Vorsitzender der Forschungsvereinigung, betonte: „Ich wünsche mir, dass es voller Tatendrang und Initiative weitergeht, dass weiterhin viele Arbeiten unterstützt werden im Bereich Feuerverzinken, dass sich dieses tolle Verfahren weiter etabliert.“
Im Anschluss widmeten sich Referentinnen und Referenten in Fachbeiträgen den modernen Anwendungen der Feuerverzinkung. Ein Schwerpunkt der Vorträge lag auf innovativen Einsatzmöglichkeiten, wie dem feuerverzinktem Betonstahl, der Weiterbildung im Brücken- und Fassadenbau sowie neuen Erkenntnissen zum Brandschutz. Gleichzeitig standen aktuelle Herausforderungen im Zentrum. Die Vortragenden erörterten dabei beispielsweise Wege zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft durch „Design to Reuse“ für die direkte Wiederverwendung feuerverzinkter Stahlbauteile oder das Tragverhalten gleitfest-vorgespannter Schraubverbindungen. Dass der wissenschaftliche Nachwuchs für diese Zukunftsaufgaben gesichert ist, stellten gleich vier neue Promotionen im Bereich der Feuerverzinkung unter Beweis, die dem Publikum vorgestellt wurden.
Begleitet wurde die Tagung von einer Fachausstellung sowie einer festlichen Abendveranstaltung im Düsseldorfer Rheinturm. Ein besonderer Moment über den Dächern der Stadt war die Überreichung der Ehrennadel des Verbandes an Prof. Dr. Ralf Feser. Damit wurde seine langjährige Aktivität im Forschungsbeirat, dessen Vorsitz er über viele Jahre innehatte, sowie seine unermüdliche Unterstützung für die gesamte Branche gewürdigt.