Überlingen, 05.10.2026 (PresseBox) – Wenn im Winter die Temperaturen sinken, zählt im Straßenbetriebsdienst vor allem eines: zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung zu treffen. Wo besteht tatsächlich Glättegefahr? Wann ist ein Streueinsatz notwendig? Und an welchen Straßenabschnitten entwickeln sich die Temperaturen besonders kritisch? Genau hier setzt der Autarke Temperatursensor (ATS) von Netwake an. Direkt in die Fahrbahn eingebaut, liefert er kontinuierlich Temperaturdaten aus dem Asphalt und schafft damit eine zusätzliche, verlässliche Entscheidungsgrundlage für den Winterdienst.
Der ATS wird bündig in den Straßenasphalt eingesetzt und misst die Temperatur in unterschiedlichen Tiefen. Dadurch steht nicht nur ein aktueller Temperaturwert zur Verfügung, sondern auch die Entwicklung der Fahrbahntemperatur kann besser beurteilt werden. Gerade für den Winterdienst ist diese Entwicklung entscheidend, denn die Lufttemperatur allein sagt nur begrenzt etwas über den tatsächlichen Zustand der Fahrbahn aus. Verschiedene Straßenabschnitte können sich durch ihre Lage, Beschattung oder Beschaffenheit unterschiedlich schnell erwärmen oder abkühlen. Die kontinuierliche Messung direkt im Asphalt liefert deshalb Informationen genau dort, wo sie benötigt werden.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems ist der geringe Installationsaufwand. Für den Einbau wird die Straße lediglich kurzzeitig abgesichert. Die eigentliche Montage eines Sensors dauert nur etwa 15 Minuten. Anschließend arbeitet der ATS kabellos, energieautark und wartungsfrei. Eine separate Stromversorgung oder aufwendige Verkabelung im Straßenraum ist nicht erforderlich. Damit lässt sich die Sensorik auch nachträglich an ausgewählten und für den Winterdienst besonders relevanten Stellen installieren – beispielsweise an Steigungen, Brücken, schattigen Straßenabschnitten oder bekannten Glätteschwerpunkten.
Die gemessenen Temperaturwerte werden über ein in Straßennähe installiertes Gateway übertragen. Ein Gateway kann dabei mehrere Temperatursensoren anbinden. Von dort gelangen die Daten in Echtzeit zum Server und stehen anschließend unter anderem im NetwakeVision-Portal sowie mobil zur Verfügung. Neben den aktuellen Temperaturwerten lassen sich auch zeitliche Verläufe darstellen und auswerten. Auf diese Weise wird nicht nur sichtbar, wie kalt eine Fahrbahn aktuell ist, sondern auch, in welche Richtung sich die Temperatur entwickelt.
Die Daten können zudem in bestehende Systeme integriert werden. So lassen sich die Messwerte beispielsweise in GIS-Anwendungen, Alarmierungen oder andere Fachsysteme einbinden und dort weiterverarbeiten. Dadurch fügt sich der ATS in bestehende digitale Abläufe des Straßenbetriebsdienstes ein, ohne dass dafür eine vollständig neue Systemlandschaft aufgebaut werden muss.
Der eigentliche Mehrwert entsteht durch die kontinuierliche Betrachtung der Temperaturentwicklung. Verantwortliche im Winterdienst erhalten damit ein genaueres Bild der tatsächlichen Bedingungen auf ihren Straßen. Kritische Entwicklungen können früher erkannt und Räum- oder Streueinsätze gezielter geplant werden. Statt Maßnahmen ausschließlich nach festen Zeitplänen oder großräumigen Wetterinformationen auszurichten, können zusätzliche lokale Messwerte direkt aus der Fahrbahn in die Entscheidung einfließen. So lassen sich Personal, Fahrzeuge sowie Salz und Sole bedarfsgerechter einsetzen – dort und dann, wo sie tatsächlich benötigt werden.
Der ATS ergänzt bestehende Wetterinformationen um einen entscheidenden Faktor: lokale Echtzeitdaten unmittelbar aus der Fahrbahn. In Verbindung mit digitaler Darstellung, Temperaturverläufen, individuell konfigurierbaren Alarmierungen und der Möglichkeit zur Integration in bestehende Systeme entsteht so ein praxisnahes Werkzeug für den modernen Straßenbetriebsdienst. Denn ein intelligenter Winterdienst bedeutet nicht zwangsläufig mehr Technik oder mehr Einsätze, sondern vor allem, vorhandene Ressourcen mithilfe verlässlicher Daten gezielter und effizienter einzusetzen.
ATS live erleben
Wer sich den ATS und unsere Lösungen für den digitalen Winterdienst genauer ansehen möchte, trifft uns vom 14. bis 16. Oktober 2026 beim Deutschen Straßen- und Verkehrskongress in Wiesbaden.
Sie finden uns an Stand 11.