Morbach, 12.06.2026 (lifePR) – Die elka-Holzwerke GmbH hat das Eppinger Maschinenbauunternehmen DIEFFENBACHER mit der Lieferung einer Spanplattenanlage und Energieanlage beauftragt. Der Auftrag ist Teil eines großangelegten Modernisierungsprojekts, das elka seit 2022 konsequent vorantreibt und in dessen Zuge das Unternehmen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in sein Spanplattenwerk investieren wird. Bereits abgeschlossen ist der Bau einer vollautomatischen Aufteilsäge und die Erneuerung der Zerspanung sowie der Siebung und Beleimung. Es handelt sich hierbei um die größte Investition in der 120-jährigen Unternehmensgeschichte.

Mit der neuen kontinuierlichen DIEFFENBACHER-Anlage mit CPS+ Pressensystem ersetzt elka drei Einetagenpressen, die in den Jahren 1968, 1973 und 1990 ebenfalls von DIEFFENBACHER geliefert wurden.

Für die neue Spanplattenlinie liefert DIEFFENBACHER nun alle wesentlichen Gewerke, von der neuen Formstation Span für reduzierten Rohstoff- und Energieverbrauch, bis zur Endfertigung an elka. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein Pressenabluftreinigungssystem mit Gleichstromwäscher sowie die Digitalisierungsplattform EVORIS. Zudem hat elka bei DIEFFENBACHER eine 20-MW-Energieanlage zur flexiblen und nachhaltigen Energieerzeugung aus frischer Biomasse und Altholz bestellt, die die benötigte Wärmeleistung für die Pressenlinie und die Spänetrockner bereitstellen wird.

„Mit der Investition in die neue DIEFFENBACHER-Anlage setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des Holzbaus“, konstatiert elka-Geschäftsführerin Larissa Kuntz. „Trotz der anhaltenden Herausforderungen in der Bauwirtschaft sind wir überzeugt, dass nachhaltiges Bauen mit Holz langfristig weiter an Bedeutung gewinnen wird, insbesondere vor dem Hintergrund des dringend benötigten Wohnraums und der Nachfrage nach ressourcenschonenden Bauweisen.

Mit der neuen Anlage stärken wir konsequent unsere Position als Spezialitätenanbieter. Unser Anspruch ist es, auch künftig hochwertige Spanplatten aus regionalem Frischholz anzubieten und für unsere Holzbauplatten esb (elka-strong-board) und esb Plus eine größtmögliche Formatvielfalt bereitzustellen. So erhalten unsere Kunden genau die Maße, die sie benötigen – gefertigt von einem mittelständischen Unternehmen auf Augenhöhe. Das Sortiment umfasst dabei ein sehr breites Spektrum von P1- bis P6-Platten in Stärken von 12 bis 50 mm und einem Rohdichtebereich (je nach Plattenstärke) zwischen 500 und 720 kg/m3. Alle Spanplatten werden ohne Verwendung von Altholz produziert und sind damit nicht nur emissionsarm, sondern auch werkzeugfreundlich zu verarbeiten.

Mit der flexiblen, für die Holzwerkstoffindustrie vergleichsweise kleinen Anlage reagieren wir zudem auf die Anforderungen des künftigen Waldumbaus. Sie ermöglicht es vielen Waldbesitzern, ihr Holz hochwertig stofflich zu verwerten und den darin gebundenen CO₂-Speicher langfristig in Produkten zu sichern. Gleichzeitig schafft die Anlage die notwendige Flexibilität, um auf die zukünftige Rohstoffverfügbarkeit sowie auf sich verändernde Marktanforderungen und Absatzmöglichkeiten gezielt reagieren zu können“, so Kuntz weiter.

elka wurde 2025 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und von der Fachjury als „Vorreiter der Transformation in der deutschen Wirtschaft“ und „vorbildliches Unternehmen“ gewürdigt. „Mit der neuesten Technologie von DIEFFENBACHER stellen wir unsere Produkte material- und energiesparender her und steigern gleichzeitig den Mehrwert für unsere Kunden“, erklärt Tobias Schmucker, Technischer Geschäftsführer bei elka. „Das reduziert den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte um ca. 40 %. KI-gestützte Anwendungen wie EVORIS helfen uns zudem, die Anlage ressourcenschonend weiterzuentwickeln und effizient zu betreiben“, ergänzt er.

„Analog zu elka ist auch bei uns das Thema Nachhaltigkeit Teil unserer Unternehmensstrategie“, erklärt Stefan Zipf, CTO und Mitglied der Geschäftsführung bei DIEFFENBACHER. „Umso mehr freuen wir uns, elka bei der Modernisierung seiner Produktion mit unseren nachhaltigen Lösungen unterstützen zu können. Es macht uns stolz, dass wir der mehr als 65-jährigen vertrauensvollen Partnerschaft unserer beider Familienunternehmen mit diesem zukunftsweisenden Projekt einen weiteren Meilenstein hinzufügen können“, ergänzt er.

Die Montage der neuen Produktionsanlage wird in Morbach um den Jahreswechsel 2026/2027 beginnen. Im Sommer 2027 soll dann zuerst die Spanplattenlinie, gegen Ende 2027 dann auch die Energieanlage in Betrieb gehen.