Koblenz-Rauental, 21.10.2026 (lifePR) – Gute Rahmenbedingungen für das Handwerk, die Umsetzung der Energiewende und eine leistungsfähige Verwaltung standen im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen dem Unternehmerverband Handwerk Rheinland-Pfalz (UVH) und der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am Donnerstag, den 24. September 2026. Mit der Fraktionsvorsitzenden Katrin Eder und dem wirtschaftspolitischen Sprecher Carl-Bernhard von Heusinger diskutierten die Handwerksvertreter über konkrete Verbesserungen für die Betriebe.
UVH-Vorsitzender Johannes Lauer betonte: „Das Handwerk sichert Beschäftigung, bildet aus und schafft Wertschöpfung vor Ort. Gleichzeitig belasten hohe Kosten, eine verhaltene Nachfrage, fehlende Fachkräfte und aufwendige bürokratische Vorgaben unsere Betriebe." Lauer weiter: "Wir brauchen eine Politik, die unternehmerisches Handeln erleichtert, Investitionen ermöglicht und verlässliche Perspektiven schafft. Dazu gehört der Abbau bestehender Bürokratie und die konsequente Vermeidung neuer Belastungen.“
Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Verbindung von Klimaschutz und wirtschaftlicher Entwicklung. Stefan Petri Geschäftsführer des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz, erklärte: „Das Handwerk setzt die Energiewende um. Unsere Fachbetriebe installieren Photovoltaikanlagen, modernisieren die Gebäudetechnik und schaffen die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Energieversorgung. Ohne ihre Kompetenz und ihre Arbeit sind die Klimaziele nicht erreichbar. Diese konkreten Aufgaben begeistern auch viele junge Menschen, die selbst an der Energiewende mitarbeiten wollen. Entscheidend ist aber, Energie- und Klimapolitik im Einklang mit Gesellschaft und Wirtschaft zu gestalten – bezahlbar, verlässlich und praktisch umsetzbar.“
Bei der Staatsmodernisierung sprach sich der UVH dafür aus, die Erfahrungen der Wirtschaft frühzeitig und verbindlich einzubeziehen. Handwerksbetriebe könnten besonders konkret aufzeigen, wo Genehmigungen, Förderverfahren oder wiederholte Nachweispflichten unnötig Zeit und Ressourcen binden.
Auch die Umsetzung des Infrastruktur-Sondervermögens wurde angesprochen. Die bereitgestellten Investitionsmittel müssten zeitnah in konkrete Projekte vor Ort fließen. Mittelstandsfreundliche Vergaben sollten dabei auch kleinen und mittleren Handwerksbetrieben eine Beteiligung ermöglichen.
Das Gespräch verlief in einer konstruktiven Atmosphäre. Der UVH und die Grünen- Landtagsfraktion vereinbarten, den Austausch kontinuierlich fortzusetzen. Für den Unternehmerverband bleibt entscheidend, politische Vorhaben gemeinsam mit der betrieblichen Praxis zu gestalten und wirtschaftliche Stärke, gesellschaftliche Akzeptanz und Klimaschutz zusammenzuführen.