Bad Aibling, 06.10.2026 (lifePR) –
Kennen Sie das?
Sie haben sich für eine Kapitalanlage entschieden. Die Finanzierung passt, die Immobilie ist vermietet und erfüllt die Aufgabe, für die Sie sie gekauft haben.
Und dann begegnet Ihnen ein neues Angebot.
Vielleicht verspricht es eine höhere Mietrendite. Vielleicht erscheint der Standort plötzlich interessanter. Vielleicht ist der Kaufpreis günstiger oder die steuerliche Wirkung attraktiver. Und schon kann eine Frage entstehen: Habe ich mich damals wirklich für die richtige Immobilie entschieden?
Doch was vergleichen wir hier eigentlich?
Genau an dieser Stelle lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn genau hier entsteht gerne ein Denkfehler: Wir vergleichen zwei Dinge miteinander, die gar nicht gleich vollständig sind.
„Wir vergleichen das Ganze, für das wir uns entschieden haben, mit dem attraktivsten Ausschnitt einer neuen Alternative", sagt Curt-Rudolf Christof, Vorstand/CEO der Deutsche Sachwert Kontor AG.
Unsere bestehende Immobilie kennen wir inzwischen mit ihren Stärken und Schwächen. Wir wissen, wie die Vermietung funktioniert, welche Kosten entstehen und wie sie sich entwickelt hat. Beim neuen Angebot fällt uns dagegen zunächst das auf, was besonders vielversprechend erscheint. Aus 3,2 Prozent Mietrendite werden vielleicht 4,0 Prozent. Doch ist deshalb die gesamte Kapitalanlage besser?
Vielleicht ist die Lage der anderen Immobilie schwächer. Vielleicht ist mit höheren Instandhaltungskosten zu rechnen. Vielleicht unterscheiden sich Mieterstruktur, Finanzierung, steuerliche Rahmenbedingungen oder Risiken.
Die neue Alternative kann in einem Punkt attraktiver sein, ohne insgesamt die bessere Alternative zu sein. Ähnliches erleben wir auch in anderen Lebensbereichen, beispielsweise beim Autokauf, in einer Zusammenarbeit – oder sogar in einer Partnerschaft, wenn uns plötzlich ein anderer Mensch besonders attraktiv erscheint. "Das Neue zeigt uns zunächst häufig das, was uns anzieht, während wir beim Bestehenden längst das ganze Bild kennen."
Gut entschieden heißt daher nicht: die beste Alternative gefunden
Eine gute Entscheidung muss nicht die beste aller theoretisch verfügbaren Entscheidungen gewesen sein. Diesen Anspruch könnten wir kaum erfüllen. Dafür müssten wir sämtliche Alternativen kennen – auch diejenigen, die erst später auftauchen. Viel hilfreicher ist es deshalb, die bestehende Kapitalanlage wieder an dem zu messen, wofür wir uns ursprünglich für sie entschieden haben.
Erfüllt sie weiterhin ihre Aufgabe? Stimmen die wesentlichen Voraussetzungen noch? Entwickelt sie sich innerhalb dessen, was wir vernünftigerweise erwarten konnten?
Dann verliert die einzelne attraktivere Eigenschaft einer neuen Alternative vielleicht etwas von ihrer Wirkung. Denn die Frage ist nicht, ob wir irgendwann irgendwo etwas finden, das in einem Punkt besser aussieht. Das wird vermutlich immer wieder passieren.
Unsere bisherige Entscheidung wird durch eine neue Alternative nicht automatisch schlechter. Manchmal sehen wir das Bestehende nur mit anderen Augen, weil uns etwas Neues auf den ersten Blick attraktiver erscheint.