Köln, 25.03.2026 (PresseBox) – Die Immobilienbranche verbraucht von der Baustoffherstellung über die Bauphase bis zur Nutzung viel Energie. Bis zu 40 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus dieser Industrie. „Entsprechend groß ist das Potenzial für Klimaschutz durch Nachhaltigkeitsmaßnahmen in der Immobilienwirtschaft“, sagt Ramona Schalek, Key Account Managerin mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit bei TÜV Rheinland. Ein klimaneutrales Gebäude erreicht über seinen gesamten Lebenszyklus eine ausgeglichene CO2-Bilanz. Dabei werden sowohl die Emissionen bei der Errichtung als auch im laufenden Betrieb berücksichtigt.

Nachhaltigkeitsmaßnahmen bieten finanzielle Vorteile für Planende, Betreiber und Nutzer. Laut der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) steigern sie den Immobilienwert um durchschnittlich sieben Prozent. Entsprechend zertifizierte Gebäude lassen sich leichter an internationale Unternehmen vermieten und stehen seltener lange leer. Zudem sind sie resilienter gegen Klimaveränderungen, umweltfreundlicher, gesünder und flexibler nutzbar.

Die Vorteile von Nachhaltigkeitsmaßnahmen beim Bauen gelten ganz unabhängig von den aktuellen politischen Rahmenbedingungen und Unsicherheiten. Europa bleibt eine der führenden Regionen im Bereich nachhaltiges Bauen. Entsprechende Zertifizierungen behalten nach Angaben der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) einen hohen Stellenwert.

TÜV Rheinland prüft und zertifiziert 

TÜV Rheinland prüft und zertifiziert Gebäude, um die Baubranche auf ihrem Nachhaltigkeitsweg zu unterstützen und den Klimaschutz im Bausektor zu fördern. Der Prüfdienstleister bietet unter anderem Dienstleistungen zur EU-Taxonomie von Gebäuden an, beispielsweise unabhängige Audits und Bewertungen der Gebäudenachhaltigkeit sowie Zertifizierungen im Bereich nachhaltiges Bauen. TÜV Rheinland unterstützt dabei, das DGNB-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und das staatliche Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) zu erhalten. Seit Neuestem zählen auch Dienstleistungen dazu, die das Erreichen des BNK (Bewertungssystem Nachhaltiger Kleinwohnungsbau) oder des BNG (Bewertungssystem Nachhaltige Gebäude)-Zertifikats ermöglichen. Zudem berät TÜV Rheinland zu ESG-Kriterien in der Immobilienbranche.

Projekte wie der Neubau eines Logistikzentrums im Rhein-Main-Gebiet und eines Bauprojektes von vier Mehrfamilienwohnhäusern in Rheinland-Pfalz verdeutlichen, wie TÜV Rheinland Projekte für nachhaltiges Bauen unterstützt. Der Prüfdienstleister begleitet das Logistikzentrum mit etwa 30.000 Quadratmeter Lagerfläche von der ersten Einschätzung der Zertifizierbarkeit bis zur Auditierung gemäß DGNB- und QNG-Siegeln, mit dem Ziel, den Gold-Standard zu erreichen. Die Expertinnen und Experten berechnen die Ökobilanz und Lebenszykluskosten und messen die Raumluft nach Fertigstellung. Im Mehrfamilienhausprojekt prüfen die Mitarbeitenden von TÜV Rheinland zudem die Materialien und Baustoffe auf Schad- und Risikostoffe. 

Auch außerhalb Deutschlands führt TÜV Rheinland Zertifizierungen nach internationalen Standards durch. In verschiedenen Projekten werden unter anderem Lagerhäuser in China nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), einem der weltweit meistgenutzten Verfahren, zertifiziert.