Wallmenroth/Hofheim-Marxheim, 01.10.2026 (PresseBox) – Die Data Center Group (DCG) entwickelt, plant und baut für einen großen international operierenden Data Center Betreiber ein neues Rechenzentrum in Hofheim-Marxheim im Großraum Frankfurt/Rhein-Main. Der Startschuss für die Realisierung fällt am kommenden Montag, 5. Oktober 2026: Mit der Einrichtung der Baustelle beginnen die Arbeiten am Standort in Hofheim. Mit einer Grundstücksfläche von rund 11.000 Quadratmetern, bis zu 30 MVA elektrischer Anschlussleistung und einem geplanten Betriebsstart im ersten Quartal 2028 soll der Standort zusätzliche Kapazitäten für hochverfügbare, skalierbare und KI-taugliche Rechenzentrumsinfrastrukturen schaffen. Der international tätige Betreiber setzt dabei auf die Markt- und Umsetzungskompetenz der DCG in Deutschland. Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten in Europa bei gleichzeitig begrenzten Flächen- und Stromkapazitäten im Frankfurter Stadtgebiet.
Hofheim als Standort im Umfeld des Frankfurter Engpasses
Frankfurt zählt zu den wichtigsten digitalen Knotenpunkten Europas. Gleichzeitig sind die verfügbaren Stromkapazitäten für neue Rechenzentrumsprojekte im Frankfurter Stadtgebiet und im unmittelbaren Umland weitgehend ausgeschöpft. Daher gewinnen Standorte mit gesicherter Stromverfügbarkeit an Bedeutung. Das Hofheim-Projekt verbindet diese Standortvoraussetzung mit einer leistungsfähigen Glasfaseranbindung und der Nähe zum DE-CIX.
Die Umsetzung ist auf drei skalierbare Bauphasen ausgelegt. Das Gebäude umfasst zwei Etagen mit Rechenzentrumsflächen. Die Infrastruktur ist auf aktuelle und künftige Anforderungen von Cloud-, High-Performance Computing und KI-Anwendungen ausgelegt. Vorgesehen sind unter anderem flexible technische Systeme und eine Kombination aus Luft- und Flüssigkeitskühlung für Bereiche mit besonders hoher Leistungsdichte.
Internationaler Data Center Betreiber setzt auf lokalen Partner
Mit dem Projekt in Hofheim startet ein großer international operierender Data Center Betreiber seine Aktivitäten auf dem deutschen Markt. Für die Umsetzung setzt das Unternehmen auf die lokale Marktkenntnis und Projekterfahrung der Data Center Group. Die Zusammenarbeit verbindet internationale Investitions- und Entwicklungskapazitäten mit der Erfahrung der DCG bei der Planung und Realisierung anspruchsvoller Rechenzentrumsprojekte in Deutschland.
„Der deutsche Rechenzentrumsmarkt bleibt ein Wachstumsmarkt, steht aber zugleich vor erheblichen Flächen-, Strom- und Genehmigungsfragen. Das Hofheim-Projekt zeigt, wie neue Kapazitäten im Umfeld etablierter Digitalstandorte entwickelt werden können. Für einen international operierenden Data Center Betreiber ist lokale Expertise entscheidend, um ein international geplantes Projekt in die deutschen Rahmenbedingungen zu überführen“, sagt Ralf Siefen, CEO der Data Center Group.
Für die Umsetzung in Deutschland bringt die DCG ihre Erfahrung in der Entwicklung, Planung und Realisierung von Rechenzentren sowie ihre Kenntnis der lokalen Rahmenbedingungen ein. Dazu gehören insbesondere Baurecht, Genehmigungsverfahren, technische Anforderungen und die Besonderheiten des deutschen Marktes. Die Kooperation verbindet damit internationale Investitions- und Entwicklungskapazitäten mit lokaler Projekt- und Umsetzungskompetenz.
Ausgelegt auf steigende Leistungsdichten
Das Projekt ist auf eine maximale elektrische Anschlussleistung von bis zu 30 MVA ausgelegt und soll schrittweise entsprechend der Nachfrage entwickelt werden. Die Planung berücksichtigt damit insbesondere Anwendungen, die hohe Rechenleistung und hohe Leistungsdichten erfordern. Die technische Auslegung ist unter anderem an die EN 50600 VK 3 angelehnt und berücksichtigt die projektspezifischen Planungsprinzipien des Betreibers.
Auch Anforderungen an Energieeffizienz und Ressourcennutzung wurden bereits in der Planung berücksichtigt. Unter anderem ist vorgesehen, einen zweistelligen Anteil der entstehenden Abwärme für eine spätere Nutzung bereitzustellen. Geplant ist zudem, den extern bezogenen Energiebedarf mit zu 100 % erneuerbar erzeugtem Strom zu decken. Damit reagiert das Projekt auf regulatorische Anforderungen und auf die steigende Bedeutung effizienter Rechenzentrumsinfrastrukturen.
Bedeutung für den europäischen Rechenzentrumsmarkt
Die Entwicklung in Hofheim steht exemplarisch für eine Veränderung des europäischen Rechenzentrumsmarktes: Große internationale Betreiber und Entwickler suchen neue Standorte, während etablierte Digitalhubs an Kapazitätsgrenzen stoßen. Für Deutschland gewinnt deshalb die Entwicklung leistungsfähiger Standorte außerhalb der klassischen Cluster an Bedeutung. Das Projekt Hofheim verbindet diese Standortentwicklung mit dem Markteintritt eines großen international operierenden Data Center Betreibers und einer in Deutschland aufgesetzten Projektpartnerschaft.