Köln, 26.10.2026 (lifePR) – Beim Metallkongress 2026 in Würzburg sind die Sieger des Deutschen Metallbaupreises und des Feinwerkmechanikpreises 2026 ausgezeichnet worden. Die Medienmarke M&T Metallhandwerk und Technik ehrte Betriebe, die das Wettbewerbs-Motto „klug geplant und perfekt gebaut“ mit technisch anspruchsvollen, gestalterisch überzeugenden und präzise ausgeführten Projekten im Metallhandwerk und in der Feinwerkmechanik einlösen.

Der Deutsche Metallbaupreis würdigt Projekte, die technische Präzision, handwerkliche Qualität und kreative Gestaltung beispielhaft vereinen. Er wird in sechs Wettbewerbskategorien vergeben: Fenster, Fassade, Wintergarten; Türen, Tore, Zäune; Metallgestaltung; Stahlkonstruktionen; Treppen und Geländer sowie Sonderkonstruktionen. Der Feinwerkmechanikpreis zeichnet Lösungen aus, die Fertigungsprozesse und Bearbeitungssicherheit in diesem Segment deutlich verbessern.

In der Kategorie „Fenster, Fassade, Wintergarten“ wurde Schindler Fenster + Fassaden aus Roding für die energieaktive Gebäudehülle des Translational Center (TSC) in Darmstadt ausgezeichnet. Eine neu entwickelte CO2-arme Holz-Aluminium-Elementfassade wird mit einer großflächig integrierten Photovoltaik-Ebene kombiniert, die Energiegewinnung und Beschattung übernimmt. Speziell konstruierte Stahlkonsolen und ein hoher Vorfertigungsgrad sichern Funktion und Ausführungsqualität der Fassade.

Den Preis in der Kategorie „Türen, Tore, Zäune“ erhielt das Team von Erhard Brandl aus Eitensheim für einen Eingangsbereich aus brünierter Bronze an einem Stadthaus in Bayern. Die Anlage umfasst das elektronisch zu öffnende Hauptportal, Türen mit Magnetverschluss für den Mülltonnenbereich sowie Paketbox, Briefkastenanlage und Gegensprechanlage. Gleichmäßige Spaltmaße und die präzise Integration einer Mini-Kamera in die Verkleidung zeigen den hohen Anspruch an Gestaltung und handwerkliche Ausführung.

In der Kategorie „Metallgestaltung“ wurde das Metallatelier von David Fuchs aus Deggenhausen für die Klangskulptur „GreatOak“ prämiert. Der sechs Meter hohe Baum aus Edelstahl trägt 1.000 Titan-Blätter, die an feinen Edelstahlseilen aufgehängt sind und schon bei leichtem Wind unterschiedliche Klangfolgen erzeugen. Die Skulptur verbindet anspruchsvolle Metallgestaltung mit einer akustischen Dimension und macht den Eingangsbereich eines Unternehmens in Walldorf mit vielen Sinnen erlebbar.

In der Kategorie „Stahlkonstruktionen“ überzeugte Stahl- und Metallbau Winterhalter aus Freiburg mit einer Fuß- und Radwegbrücke über die Kleine Emscher in Duisburg-Walsum. Die rund 45 Meter lange Brücke wird von drei schräg im Raum stehenden Pylonen getragen und wurde im Werk vormontiert und beschichtet. Ein Merkmal des Projekts ist der Einsatz 3D-gedruckter Edelstahlknoten in einer tragenden Konstruktion, der die Verbindung von innovativer Fertigungstechnologie und anspruchsvollem Stahlbau verdeutlicht.

Der Preis in der Kategorie „Treppen und Geländer“ ging an die Schmiede und Metallwerkstätte Vogel aus Fulda. Eine Kombination aus außenliegender Wendeltreppe mit Brücke und innenliegenden Treppen mit Zwischenpodesten erschließt den historischen Hexenturm bis auf etwa 16 Meter Höhe. Präzises Aufmaß, CAD-Planung und eine logistisch anspruchsvolle Montage im engen Bestand machten das Projekt zu einer besonderen Aufgabe.

In der Kategorie „Sonderkonstruktionen“ wurde die Dirk Velte Metallmanufaktur aus Oberursel für den neuen Pavillon Louisenbrunnen im Bad Homburger Kurpark ausgezeichnet. Grundlage der Gestaltung war eine historische Postkarte von 1904, gleichzeitig sollten die Anforderungen des Denkmalschutzes erfüllt werden. Im eigenen Betrieb gefertigte Stahlstützen, Zierelemente und das Dach aus Verbundglas ermöglichen eine zeitgemäße Konstruktion, die die historische Anmutung des Kurparks aufgreift.

Der Deutsche Feinwerkmechanikpreis 2026 ging an das Unternehmen Kreyenberg aus Norderstedt. Für ein spannungsempfindliches Serienbauteil entwickelte das Team eine Vakuum-Spannvorrichtung mit federbelasteter Zentrierung, softwaregesteuerten Positionierelementen, Vakuumtellern und zusätzlichen Stabilisierungselementen. Das System fixiert das Profil verformungsfrei, nimmt die Zerspanungskräfte sicher auf und reduziert Spannzeiten sowie Ausschuss im Serienprozess deutlich.

Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen die Innovationskraft des Metallhandwerks und der Feinwerkmechanik. Partner der Wettbewerbe sind Assa Abloy, Bohle, Dr. Hahn, EWM, Handwerker-Radio, Schüco, Signal Iduna, Trumpf, Würth, ZINQ, MegaCAD und die Messe R+T; ideeller Träger beider Wettbewerbe ist der Bundesverband Metall. Weitere Informationen zu den Preisträgern und Projekten stehen unter www.metallbaupreis.de zur Verfügung.