Neumarkt, 25.09.2026 (PresseBox) – Mit der Inbetriebnahme der Tunnelbohrmaschine „Donna Maria“ hat die Arbeitsgemeinschaft Tunnel Hauptbahnhof, bestehend aus Wayss & Freytag, der Firmengruppe Max Bögl, Züblin und Bauer Spezialtiefbau, den ersten maschinellen Tunnelvortrieb für die 2. Stammstrecke München gestartet. Damit erreicht das Großprojekt einen wichtigen Meilenstein. In den kommenden Monaten wird die speziell für die Münchner Bodenverhältnisse entwickelte Tunnelbohrmaschine einen rund drei Kilometer langen Erkundungs- und Rettungsstollen von der Donnersbergerbrücke in Richtung Marienhof herstellen.

Zum feierlichen Tunnelanstich für die 2. Stammstrecke nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik, Bauwirtschaft und Industrie teil. Für die Firmengruppe Max Bögl begleiteten der Gesellschafter Johann Bögl, der Vorstandsvorsitzende Stefan Bögl sowie Vorstandsmitglied Martin Holfelder den Baustart vor Ort.

„Der Start von "Donna Maria" ist ein besonderer Moment für alle Projektbeteiligten. Seit Jahren arbeiten die Partner der ARGE gemeinsam an diesem technisch anspruchsvollen Projekt. Dass nun die erste Tunnelbohrmaschine ihren Vortrieb aufnimmt, zeigt, was durch Teamarbeit, Ingenieurkompetenz und Verlässlichkeit erreicht werden kann“, betont Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl.

„Mit der 2. Stammstrecke entsteht Infrastruktur, die Mobilität langfristig verbessert und den Wirtschaftsstandort stärkt. Wir bauen hier die Zukunft Münchens mit“, ergänzt Aufsichtsratsvorsitzender Johann Bögl.

Technische Präzision für den Tunnelbau der Zukunft

Die rund 178 Meter lange und etwa 700 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine arbeitet dabei in Tiefen von bis zu 40 Metern unter der Münchner Innenstadt. Die speziell für die anspruchsvollen geologischen Bedingungen ausgelegte Mixshield-Maschine wurde gemeinsam von der ARGE Tunnel Hauptbahnhof und Herrenknecht entwickelt.

Seit 2018 arbeitet die ARGE Tunnel Hauptbahnhof nun schon an einem zentralen Abschnitt eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Deutschlands. Mit „Donna Maria“ nimmt nun die erste von insgesamt drei Tunnelbohrmaschinen im Verantwortungsbereich der ARGE ihre Arbeit auf. Ab 2028 folgen die größeren Maschinen für die beiden Verkehrstunnel der S-Bahn.

„Die Tübbinge aus unserem eigenen Fertigteilwerk zeigen, wie wir Baukompetenz mit industrieller Fertigung verbinden. Mit dieser Kombination leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erfolg komplexer Infrastrukturprojekte wie der 2. Stammstrecke München“, sagt Martin Holfelder, Vorstand Infrastruktur.

Der Name „Donna Maria“ wurde von Bürgerinnen und Bürgern Münchens vorgeschlagen und im Rahmen einer öffentlichen Abstimmung ausgewählt. „Donna“ steht für die Donnersbergerbrücke, den Ausgangspunkt des Tunnelvortriebs. „Maria“ verweist auf den Marienhof als Ziel der Reise unter der Münchner Innenstadt.

Bild: Von links: Gerd-Dietrich Bolte (Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO AG), Verena Dietl (Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München), Michael Blaschko (Vorstand Wayss & Freytag Ingenieurbau AG), Kai Kruschinski (Gesamtprojektleiter 2. Stammstrecke), Johann Bögl (Aufsichtsratsvorsitzender Firmengruppe Max Bögl), Stefan Bögl (Vorstandsvorsitzender Firmengruppe Max Bögl), Martin Herrenknecht (Vorstandsvorsitzender Herrenknecht AG), Christian Bernreiter (Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr), Michael Sprang (stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO Herrenknecht AG)