Bietigheim-Bissingen, 17.08.2026 (PresseBox) – Der Boden in Deutschland ist so trocken wie selten. Laut dem Deutschen Wetterdienst, der am 6. August 2026 eine Einordnung vorgelegt hat, fielen die Niederschlagsmengen seit März in fast ganz Deutschland unterdurchschnittlich aus. Der Zeitraum von Anfang November bis Ende Juli war seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1882 nur zweimal trockener.
Für Grünflächen verändert das die Pflege grundlegend. Wo Wachstum stockt, schadet häufiges Mähen mehr, als es nutzt — gefragt sind Geräte, die Schnitthöhe und Intervall an den Zustand anpassen, etwa ein Aufsitzmäher mit intelligentem Mähsystem.
In trockenen Jahren kehrt sich die gewohnte Reihenfolge um. Sonst richtet sich das Intervall nach dem Aufwuchs, jetzt nach der Belastbarkeit der Fläche — gemäht wird seltener, dafür höher.
Nicht jede Fläche verlangt dasselbe Gerät. Wo viele Ecken und Hindernisse liegen, entscheidet der Wendekreis stärker über die Arbeitszeit als die Schnittbreite.
Was der Wetterdienst zur Lage meldet
Laut dem Deutschen Wetterdienst stellt sich die Lage Anfang August so dar:
- Seit März lagen die Niederschlagsmengen in fast ganz Deutschland unter dem Durchschnitt.
- Von der Pfalz über Rheinhessen bis Unterfranken fielen verbreitet weniger als 150 Liter je Quadratmeter.
- Im Süden erreichte die Menge gebietsweise nicht einmal die Hälfte des Mittels der Jahre 1991 bis 2020.
- Der Zeitraum November bis Juli war seit 1882 nur zweimal trockener.
- Am 27. Juni wurden 41,4 Grad gemessen, ein neuer Höchstwert für Deutschland.
- Der Waldbrandgefahrenindex erreichte bis zum 2. August an rund 22 Tagen mindestens Stufe vier von fünf.
Zweiundzwanzig statt zehn Tage höchster Gefahrenstufe
Die aussagekräftigste Zahl der Meldung ist der Vergleich beim Waldbrandgefahrenindex. Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 wurden bis Anfang August rund zehn Tage der Stufe vier oder höher erreicht. In diesem Jahr sind es rund 22 — mehr als doppelt so viele.
Die Bodenfeuchte entwickelte sich dabei ähnlich wie in den Dürrejahren 2018 und 2022. Damit liegt der Sommer 2026 nicht bei einem Ausreißer, sondern in einer Reihe, die sich in den vergangenen zehn Jahren mehrfach wiederholt hat.
„Ein brauner Rasen im August ist kein Pflegefehler, sondern eine Schutzreaktion. Wer ihn dann kurz schneidet, nimmt ihm die letzte Beschattung“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Trockenheit ist nicht gleich Hitze
Die Rekordtemperatur von 41,4 Grad Ende Juni und die anhaltende Trockenheit hängen zusammen, sind aber verschiedene Größen. Hitze verstärkt die Verdunstung, das eigentliche Defizit entstand jedoch über Monate durch ausbleibenden Niederschlag.
Ein einzelner Regentag hilft deshalb wenig. Ein Boden, der seit März zu wenig bekommen hat, nimmt kurzzeitig fallende Mengen kaum auf — sie fließen oberflächlich ab, statt in die Tiefe zu gelangen.
Was für die Rasenpflege daraus folgt
Der Wetterdienst legt seine Monatsbilanz jeweils zum Monatsende vor; die Auswertung für den August erscheint Ende dieses Monats.
Für die kommenden Wochen sind zwei Punkte praktisch: Höhere Schnitthöhe beschattet den Boden und verringert die Verdunstung. Und Mähen bei trockenem, wachstumsschwachem Rasen sollte seltener erfolgen — nicht nach Kalender, sondern nach Aufwuchs. Wer nach Plan mäht, schneidet in einem Sommer wie diesem regelmäßig ins Nichts. Auf kleineren Flächen kommt hinzu, dass Wendigkeit mehr zählt als Schnittbreite — dort ist ein kompakter Aufsitzmäher für kleine Gärten die passendere Bauform.