Morbach, 16.09.2026 (lifePR) – 120 Jahre Unternehmensgeschichte und gleichzeitig der Blick weit nach vorne: Beim diesjährigen Betriebsfest der elka Holzwerke standen Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen im Mittelpunkt. Rund um das Jubiläum wurde deutlich, dass sich das Unternehmen trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu seinem Standort und zur Zukunft der Holzindustrie bekennt.

Nach 2010 fand das Betriebsfest zum zweiten Mal im Gemeindehaus in Hunolstein statt. Der Betriebsrat hatte gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern ein Fest mit zwei Foodtrucks und Musik organisiert. Zahlreiche Beschäftigte waren gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern gekommen.

In seiner Ansprache erinnerte Geschäftsleiter Karl-Robert Kuntz an die Anfänge des Unternehmens. Am 12. November 1906 gründete Ludwig Kuntz im Alter von gerade einmal 26 Jahren das Unternehmen. 120 Jahre später blickt elka auf eine bewegte Geschichte zurück. Zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen und tiefgreifende Veränderungen in der Holzindustrie wurden überstanden.

Dabei hat sich auch das Unternehmen selbst immer wieder neu erfunden. Aus dem ursprünglichen Laubholzsägewerk entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein vielseitiges Holzunternehmen. Produkte wie Grubenholz, Türen, Fenster, Weinbergspfähle, Parkett oder Tischlerplatten gehörten zeitweise zum Sortiment, bevor sie wieder verschwanden.

Genau darin sieht die Unternehmensleitung einen wesentlichen Grund dafür, dass elka bis heute besteht: den Mut zur Veränderung.

„Tradition allein ist kein Geschäftsmodell“, lautete eine der zentralen Aussagen. Tradition bedeute vielmehr, sich rechtzeitig zu verändern, neue Produkte zu entwickeln und auch den Mut zu haben, Produkte wieder aufzugeben, wenn deren Zeit vorbei sei.

Investition in die Zukunft

Die nächste große Veränderung ist bereits sichtbar: elka baut ein neues Spanplattenwerk. Mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag investiert das Unternehmen in eine der größten Einzelinvestitionen seiner Geschichte.

Die neue Anlage ist dann Europas modernstes Spanplattenwerk und wird mit einem hohen Automatisierungsgrad sowie Unterstützung durch künstliche Intelligenz betrieben. Für elka ist der Neubau nicht nur eine technische Modernisierung, sondern eine strategische Entscheidung für die Zukunft des Standortes.

Die neue Spanplattenanlage soll insbesondere Produkte für den Holzbau herstellen. Gerade darin sieht elka langfristig große Chancen. Der Holzbau habe trotz der aktuellen Krise in der Bauwirtschaft seine Bedeutung behauptet. Gleichzeitig werde Holz beim Thema Nachhaltigkeit und CO₂-Belastung eine immer wichtigere Rolle spielen.

Mit der neuen Anlage will elka zudem die eigene Wettbewerbsfähigkeit verbessern, bestehende Sortimente wirtschaftlicher produzieren und durch eine größere Maßvielfalt neue Märkte erschließen.

Bauarbeiten laufen auf Hochtouren

Auf dem Werksgelände sind die Veränderungen inzwischen unübersehbar. Die Fundamentarbeiten für die neue Pressehalle und die Presse laufen.

Bereits im Dezember soll der Anlagenbauer Dieffenbacher mit der Montage der neuen Presse 6 beginnen. Im Juli 2027 sollen mit der neuen Anlage die ersten Platten produziert werden.

Parallel entsteht eine neue Energiezentrale. Das dazugehörige Kesselhaus wird knapp 30 Meter hoch und damit künftig zu einem markanten Punkt auf dem Werksgelände.

Karl-Robert Kuntz bezeichnet den Neubau als „Jahrhundertprojekt“.

Der Rohstoff Holz wird zum strategischen Thema

Neben der Technik beschäftigt elka vor allem eine Frage: Woher kommt künftig ausreichend Holz?

Die Verfügbarkeit des Rohstoffs wird nach Einschätzung des Unternehmens zu einer der entscheidenden Fragen für die Zukunft der Holzindustrie. elka fordert deshalb eine stärkere Auseinandersetzung mit der Holzpolitik in Rheinland-Pfalz.

Der Cluster aus Forst, Holzindustrie und Papierwirtschaft sei ein bedeutender Arbeitgeber im Land. Deshalb brauche es aus Sicht des Unternehmens verlässliche Rahmenbedingungen für die heimische Holzindustrie.

Das geplante Richtfest für die neue Anlage am 05.10.2026 soll deshalb auch genutzt werden, um mit Politik, Kunden, Lieferanten und Medien über die Zukunft der Holzversorgung zu sprechen.

Dabei möchte elka zugleich ein Zeichen setzen: Ein Unternehmen der Holzindustrie investiert trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, sichert Arbeitsplätze und glaubt an die Zukunft des Standortes.

Dank an die Mitarbeiter

Bei aller Bedeutung der neuen Technik stand beim Betriebsfest eine andere Botschaft im Mittelpunkt: Die Menschen bleiben der entscheidende Erfolgsfaktor.

Kompetenz, Leistungsbereitschaft, Qualität, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein seien die Voraussetzungen dafür, dass die Investitionen auch wirtschaftlich erfolgreich werden.

Denn die modernste Maschine allein könne kein erfolgreiches Unternehmen garantieren. Entscheidend seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich dafür sorgen, dass die Anlagen laufen, Probleme gelöst und Kunden zuverlässig beliefert werden.

Zum Abschluss des Betriebsfestes rückten schließlich diejenigen in den Mittelpunkt, die die 120-jährige Geschichte von elka überhaupt möglich gemacht haben: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Neben dem gemeinsamen Feiern wurden langjährige Jubilare geehrt und Beschäftigte verabschiedet, die in den Ruhestand gehen.

Ihnen galt ein besonderer Dank für ihre langjährige Treue und ihren Einsatz.

Denn 120 Jahre elka – das sind nicht nur Maschinen, Gebäude und Geschäftszahlen. Es sind vor allem die Menschen, die das Unternehmen über Generationen hinweg aufgebaut, verändert und weiterentwickelt haben.

Mit dem Neubau des Spanplattenwerkes beginnt nun ein neues Kapitel dieser Geschichte.

120 Jahre elka – und der Blick ist bereits auf die nächsten Jahrzehnte gerichtet.

Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden geehrt:

40 Jahre Betriebszugehörigkeit:

Stefan Gemmel, Bernd Laudes, Melanie Sauer

25 Jahre Betriebszugehörigkeit:

Alexander Hey

In den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden:

Egbert Gruber, Hans-Jochaim Mettler