München, 01.09.2026 (lifePR) – Nach Expertenschätzungen liegt der Neubaubedarf in Deutschland bei jährlich weit über 300.000 Wohnungen. Über deren Bezahlbarkeit entscheidet oft auch der hohe Baulandpreis.
Dabei sind „Bauplätze“ in großer Zahl verfügbar: im Dachgeschoss oder auf dem Dach vieler Gebäude im Bestand. Darauf weist der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Bayern hin.
Wohnraumpotenzial im und auf dem Dach
Die Nutzung des verfügbaren Potenzials in und auf dem Dach bietet viele Vorteile. Diese Bauplätze beanspruchen kein zusätzliches Bauland und ermöglichen die Schaffung von Wohnraum ohne Bodenversiegelung. Außerdem sind die „Bauplätze ganz oben“ grunderwerbssteuerfrei. Darüber hinaus können mit der Nutzung des Dachraums als Wohnflächen Mehrgenerationenhäuser entstehen – ein nicht zu unterschätzender sozialer Aspekt.
Vor der Umsetzung des Dachgeschoss-Ausbaus sollte bei den örtlich zuständigen Baubehörden die Zulässigkeit geprüft werden. Möglich ist in vielen Fällen nicht nur der Ausbau, sondern auch eine Aufstockung des Bestandsgebäudes oder zumindest eine Erhöhung des bestehenden Daches.
Ausführende Gewerke in die Planung einbinden
Gibt es hierfür grundsätzlich grünes Licht von den Behörden, sollte bereits im frühen Stadium ein Dachdecker-Fachbetrieb aus der Region in die weitere Planung einbezogen werden. Mit dessen praktischer Erfahrung können Wohn(t)räume optimal umgesetzt werden. So gilt z. B. für die Belichtung der Dachräume die Faustregel, dass die Flächen der Belichtungsöffnungen – also Fenster – etwa 1/8 der Wohnfläche betragen sollten. Dabei setzen die Sparrenweiten nicht die Grenzen, denn durch den Einbau sogenannter Wechsel können auch breite Dachfenster eingeplant werden.
Zusätzliches Wohnraumvolumen mit Gauben, Aufstockung und Dacherhöhung
Mehr Wohnraumvolumen schaffen Dachgauben, die vor Ort hergestellt oder als Fertigelemente in bestehende Dächer eingebaut werden können. Auch hier ist vorab die Genehmigung der zuständigen Baubehörden erforderlich.
Oft kann zusätzlicher Wohnraum auf bestehenden Flachdächern durch eine Aufstockung mit einem Steildach geschaffen werden. Bei bestehenden Steildächern bietet sich auch eine Erhöhung des Dachaufbaus an. Da sich die Wohnfläche nach der Raumhöhe richtet (zwischen 1 m und 2 m Raumhöhe zählt die Hälfte zur Wohnfläche, ab 2 m Raumhöhe zählt die volle Fläche als Wohnfläche), kann bei der Aufstockung zusätzlicher Wohnraum gewonnen werden, ohne die Grundfläche des bebauten Raums zu verändern.
Von optimaler Dämmung profitieren auch die bestehenden Wohnräume
Ob Dachgeschoss-Aufbau oder -Ausbau: Das Bayerische Dachdeckerhandwerk empfiehlt hier, nicht an der Dämmung zu sparen und diese in jedem Fall dem Dachdecker-Fachbetrieb zu überlassen. Die Investition in eine optimale Wärmedämmung reduziert nicht nur den Energiebedarf für die Beheizung der Räume, sondern ist auch ein unverzichtbarer Hitzeschutz im Sommer.
Damit die Schaffung von neuem Wohnraum auch reibungslos gelingt, rät der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Bayern, die ausführenden Gewerke schon im Planungsstadium einzubinden. Die Adressen qualifizierter Fachbetriebe gibt es bei den regionalen Dachdecker-Innungen und unter www.dachdecker.bayern