Maishofen, 16.06.2026 (PresseBox) – Direkt am Hamburger Hafen entstand mit dem PREVIER der Berufsgenossenschaften BGW und VBG ein architektonisches Statement. Für die Gebäudehülle aus Glasfaserbeton wurden rund 17.000 m² Fassadenfläche aus individuell angefertigten formparts und Großformatflächen von Rieder verbaut – leichter, präziser und flexibler als nur konventionell vorgefertigt Betonelemente – nämlich „Better than Precast“.
Skulpturale Form und funktionale Präzision
In sechs warmen Rot-Abstufungen verbindet die aufwendige Fassade Technik und Ästhetik zu einer langlebigen Lösung. Diese wird den Anforderungen an Wetterbeständigkeit, Leichtbau und Montagefreundlichkeit in exponierter Lage mehr als gerecht. Entworfen vom Architekturbüro Auer Weber kamen dabei 2.645 vertikale Lisenen im Doppel-U-Profil, 2.500 horizontale Brüstungsprofile in U-Form sowie ca. 1.500 m² Platten zum Einsatz. Während die großformatigen Flächen Ruhe erzeugen, strukturieren die 3D-Elemente die Gebäudehülle plastisch. So werden gleichzeitig Tiefe, Rhythmus, Verschattung und eine skulpturale Wirkung verliehen. Es entsteht eine Fassade, die nicht nur Oberfläche ist, sondern architektonisch in den Raum greift.
Innovative Alternative zu herkömmlichen Precast-Elementen
Klassische Betonfertigteile sind häufig durch große Materialstärken und entsprechend hohes Gewicht geprägt. Im Gegensatz dazu setzt die Fassadenlösung in Hamburg auf ein deutlich differenzierteres, ressourcenschonendes System aus leichten, präzise geformten Glasfaserbeton-Elementen.
Ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Precast-Komponenten liegt im Material selbst: Trotz der geringen Stärke von nur 13 mm bietet Glasfaserbeton hohe Stabilität bei großen Spannweiten. Der reduzierte Materialeinsatz spart wertvolle Rohstoffe und verringert Gewicht, Transportaufwand sowie die Belastung der Tragstruktur. Zur selben Zeit sorgen die feuchteresistente Materialstruktur und die geringe Anfälligkeit für Verschmutzungen für langlebige und wartungsarme Oberflächen. Auch im Bauprozess zeigt sich der Vorteil der leichten Bauteile: Dank werkseitiger Vormontage sowie eines durchdachten Befestigungssystems lassen sich die Elemente auf der Baustelle effizient und präzise montieren.
Gestalterisch setzt das PREVIER neue Maßstäbe
Eine durchgängig identische Farb- und Oberflächenqualität über alle Formteile und Platten hinweg sorgt für ein homogenes Gesamtbild. Gleichzeitig erzeugen unterschiedliche Oberflächenbearbeitungen zusätzliche haptische und visuelle Tiefe. Die 3D-Elemente übernehmen nicht nur eine gestalterische, sondern auch eine funktionale Rolle: Sie prägen Licht- und Schattenwirkung der Fassade, erhöhen deren Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Wind und Wetter.
So entstand mit dem PREVIER eine Fassadenlösung, die den Gedanken „Better than Precast“ konsequent zur Realität werden lässt: weg von schweren, starren Betonelementen hin zu einer individuellen Systemlösung aus Glasfaserbeton. Eine 3D-Fassade, die die Robustheit und Materialität von Beton mit Leichtigkeit verbindet. Technische Performance, nachhaltige Materialeffizienz sowie architektonische Ausdruckskraft werden in der monolithischen Fassade vereint.